Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Adoption.

Warum ein Tier aus dem Tierschutz?

Du rettest gleich zwei Hundeleben

Laut Sch├Ątzungen der Tierschutzorganisation PETA werden j├Ąhrlich rund mehrere Hunderttausend Tiere in deutschen Tierheimen abgegeben. Dort warten diese dann auf ein neues Zuhause. Hilfst du einem Hund aus dem Tierheim, rettest du wom├Âglich zwei Hundeleben: Du bietest dem einen ein neues, sicheres Heim und schaffst Platz f├╝r einen neuen Hund, der so eine Chance erh├Ąlt.

Eine zweite Chance

Warum ein Hund im Tierschutz landet, ist nicht immer eindeutig. Viele sind entlaufen oder wurden ausgesetzt. Oft ist auch der ehemalige Halter verstorben. In jedem Fall geben Sie dem Hund eine zweite Chance auf ein gutes, artgerechtes Leben.

Die Situation f├╝r Hunde in Tierheimen im Ausland ist noch dramatischer: So sind beispielsweise die Tierheime in Rum├Ąnien und Ungarn regelrechte Orte des Todes f├╝r die Vierbeiner. Das Leben der Tiere ist gepr├Ągt von Leid, da sie oft nicht angemessen versorgt werden. Die beengte Haltung mit vielen Artgenossen in deutlich zu kleinen K├Ąfigen oder Zwingern und der st├Ąndige Hunger f├╝hren oftmals zu Aggressionen unter den Hunden.

Viele Tiere erleiden Bisswunden, die jedoch nie medizinisch versorgt werden. Das tagt├Ągliche Leid in den Tierheimen f├╝hrt bei zahlreichen Hunden zum Tod. In vielen L├Ąndern werden Hunde, die nicht vermittelt wurden, nach einer bestimmten Frist auf grausame Weise in T├Âtungsstationen umgebracht.

F├╝r jeden was dabei

Unser Pflegestellen k├╝mmern sich aufopferungsvoll um ihre tierischen Sch├╝tzlinge. Sie kennen ihre Tiere ganz genau und k├Ânnen deshalb sehr gut einsch├Ątzen, welches Tier zu welchem Interessenten passt.

Auf Basis deiner Vorstellungen und W├╝nsche versucht unsere Team dir Tiere vorzuschlagen, von denen sie denken, dass Ihr gut zusammen harmoniert. Jedes Tier ist so einzigartig wie Du selbst und das wird nat├╝rlich bei der Vermittlung ber├╝cksichtigt.

Der Vermittlungsprozess kann deshalb etwas aufwendiger erscheinen als der Kauf eines Tieres ├╝ber das Internet oder den Zoofachhandel. Doch nur so ist die Chance am gr├Â├čten, dass sich beide ÔÇô Mensch und Tier ÔÇô auf Dauer wohlf├╝hlen.

Keine Unterst├╝tzung unseri├Âser Z├╝chter

Die Hundezucht kann mitunter ein grausames und profitorientiertes Gesch├Ąft sein. Rassehunde werden manchmal unter nicht artgerechten Bedingungen von sogenannten Verehrern gro├čgezogen und dann f├╝r viel Geld verkauft. Wenn Du einen Hund aus dem Tierschutz ein Zuhause bietest, unterst├╝tzt du keine unseri├Âsen Hundez├╝chter. Doch Obacht, auch im Tierschutz gibt es schwarze Schafe. Worauf du bei einem Tierschutzverein achten solltest erf├Ąhrst du hier.

Wer kann eine Fellnase adoptieren?

Grunds├Ątzlich kann jeder offenherzige und verantwortungsvolle Mensch ein Tier bei sich aufnehmen. Nat├╝rlich gibt es ein paar Voraussetzungen, die unbedingt gegeben sein m├╝ssen, zum Beispiel ausreichend Zeit, die passenden ├Ârtlichen Gegebenheiten oder auch das finanzielle Budget f├╝r die Versorgung des Tieres.

Welcher Voraussetzungen braucht ein Hund?

Einige grundlegende Voraussetzungen haben wir die in dem Beitrag „Wer kann eine Fellnase adoptieren“ genannt.

Manche Voraussetzungen sind abh├Ąngig von der individuellen Geschichte des Tieres. Wenn du deinen ÔÇ×FavoritenÔÇŁ bei uns entdeckt hast, besprechen wir gemeinsam alles, was du ├╝ber ihn und seine Haltung wissen musst.

Was ist vor einer Adoption zu bedenken?

Eine Adoptions-Entscheidung ist weitreichend. Es ├Ąndert nicht das ganze Leben ÔÇô aber definitiv einen gro├čen Teil!

Bitte bedenkt, dass die Anschaffung eines Tieres nicht nur f├╝r euch selbst betrifft sondern auch eure Familie, den Freundeskreis und manchmal sogar Nachbarn und die Arbeitsstelle.

Um Mensch und Tier vor b├Âsen ├ťberraschungen zu bewahren: Bitten trefft eine Adoptions-Entscheidung niemals voreilig oder rein emotional. Daf├╝r gibt es einfach im Vorfeld zu viel zu kl├Ąren.

Wir wollen euch definitiv nicht abschrecken ein Tier aufzunehmen, bitte bedenkt aber VOR der Adoption einige wichtige Punkte:

  • Passt das Tier zu dir, deine Lebensumst├Ąnden? Das Leben mit Tier wird definitiv ein anderes sein wird also ohne. Das gilt f├╝r deinen gesamten Tagesablauf und viele deiner bisherigen Gewohnheiten. Sehr hilfreich k├Ânnen auch Gespr├Ąche mit anderen (erfahrenen) Hundehaltern sein.
  • Wie stehen deine engsten Familienangeh├Ârigen und Freunde zu deiner Entscheidung? Sind sie bereit, sie mitzutragen? Vielleicht sogar mit helfender Hand wenn n├Âtig? Sind Allergien bei mir oder in der Familie bekannt?
  • Passt das Tier zu deinen Wohnverh├Ąltnissen? Es sollte grunds├Ątzlich „tiergerecht“ sein. (D)ein Tier ben├Âtigt gewiss kein K├Ânigreich; bestimmte Voraussetzungen m├╝ssen aber durchaus gegeben sein.
  • Falls du zur Miete wohnst: Wie ist die Tierhaltung in deinem Mietvertrag geregelt? Dein(e) Vermieter(in) durchaus auch ohne das generell Verbot der Haustierhaltung die Haltung einschr├Ąnken oder an bestimmte Bedingungen kn├╝pfen.
  • Au├čerdem: Freundliche Vorab-Gespr├Ąche mit den unmittelbaren Nachbarn sind zwar nicht verpflichtend, f├╝r ein harmonisches Miteinander aber ungemein f├Ârderlich. Vor allem wenn es in den ersten Tagen noch nicht perfekt klappt.
  • Ist sichergestellt, dass du finanziell auf Dauer f├╝r dein neues Familienmitglied aufkommen kannst? Geld ist nicht alles, aber auch die Fellnasen leben nicht nur von Luft und Liebe.
    Es kommt einiges zusammen: Einmalkosten wie z.B. Schutzgeb├╝hr, grundlegende Ausstattung wie Hundebett, Sicherheitsgeschirr, Leine, Napf, Spielzeug, ggf. Auto-Transportbox/-gitter. Fixkosten wie Futter, Impfungen, Parasitenschutz, Kotbeutel, Hundesteuer, Hunde-Haftpflichtversicherung usw. und ÔÇ×unplanbareÔÇŁ Tierarztkosten.

Der Deutsche Tierschutzbund stellt eine informative Brosch├╝re zur Verf├╝gung Welches Tier passt zu mir?

Was kostet die Adoption?

Jede seri├Âse Tierschutzorganisation oder -einrichtung erhebt im Rahmen der Vermittlung und Adoption von Tieren eine Geb├╝hr, die sogenannte Schutzgeb├╝hr. Diese stellt zum einen eine sinnvolle finanzielle H├╝rde dar und verhindert oder erschwert un├╝berlegte Adoptionen zum Schaden des Tieres. Zum anderen ist sie ein (kleiner) Beitrag zur Finanzierung unserer Tierschutzarbeit.

Bereit f├╝r deinen Tierschutzhund?

Unsere Hunde sind alle gechipt, geimpft, entwurmt, mit einem Spot On behandelt und – sofern vom Alter und medizinischer vertretbar – kastriert. Mehr zu Medizinischen Fakten. Alle Details zu den einzelnen Tieren findest du immer auf der jeweiligen Profilseite des Tieres. Hier geht’s zu allen Tieren. Wenn du dich f├╝r eines unserer Tiere interessierts f├╝lle bitte unsere Selbstauskunft aus und schaue dir auch unsere Tipps zum Einzug eines Tierschutzhundes an.

Wie l├Ąuft die Adoption ab?

Nachdem du die Selbstauskunft ausgef├╝llt hast und der Hund nicht bereits reserviert/vermittelt* ist meldet sich einer von unserem Team um dich telefonisch kurz kennen zu lernen. Nach einem positiven Telefonat wird ein Termin zum ersten Kennenlernen der Fellnase auf der Pflegestelle ausgemacht. Nach deinem Besuch freuen wir uns ├╝ber Feedback deinerseits ob du dir eine Zukunft mit dem jeweiligen Vierbeiner vorstellen kannst. Auch befragen wir nat├╝rlich unsere erfahrenen Pflegestellen wie du mit dem Tier harmoniert hast.

Wenn alle Beteiligten positives Feedback zur├╝ckmelden gibt es noch eine letzte „H├╝rde“, ein Besuch bei dir vor Ort. In und um unsere Region f├╝hren wir diese selbst durch. Solltest du von weiter weg kommen versuchen wir eine qualifizierte Person zu finden. Wenn du also bereits Kontakt zu Tierschutzvereinen, Tierheimen oder Hundetrainern hattest lass uns das gerne vorab wissen!

Nach positiver Vorkontrolle wird dir das Tier inkl. Pass und ggfs. Utensilien (je nach Absprache) gegen Unterzeichnung unseres Schutzvertrages und Barzahlung unsere Schutzgeb├╝hr (abh├Ąngig vom Alter/Zustand des Hundes) ├╝bergeben und ihr k├Ânnt gemeinsam eure Geschichte schreiben!

*Sobald ein Hund reserviert oder vermittelt ist aktualisieren wir zeitnah die Seite des Hundes, jedoch kann es immer mal zu ├ťberschneidungen kommen

Warum werden in der Selbstauskunft so viele pers├Ânliche Informationen abgefragt?

Gehen wir das Ganze einmal durch

Deine Wohn- und Familiensituation muss das Tierheim/der Tierschutzverein kennen, um beurteilen zu k├Ânnen ob ein Tier und wenn ja, welches Tier in dieser Umgebung leben kann. Eine gro├če Dogge passt eher nicht in ein kleines Appartement. Eine Katze mit Freigangs-Wunsch kann nicht in eine Stadtwohnung neben einer Hauptverkehrsstra├če einziehen. Eine unvertr├Ągliche oder ├Ąngstliche Katze sollte nicht in einen lebhaften Haushalt mit vielen Menschen oder anderen Tieren. Ein Hund, der jung und aktiv ist, passt nicht in einen Haushalt, in dem er viele Stunden am Tag allein in einer Wohnung bleiben muss

Auch weitere Punkte sind entscheidend f├╝r eine erfolgreiche Vermittlung: Erlaubt ein Mietvertrag keine Tierhaltung oder liegen Tierallergien bei Familienmitgliedern vor, ist die Vermittlung zum Scheitern verurteilt. W├╝nschen die Kinder sich ein Tier, ist trotzdem der Erwachsene zust├Ąndig, vor allem wenn das Interesse schwindet oder die Kinder nach Schulabschluss fortziehen. Haben die Eltern selbst keinen Tierhaltungswunsch, wird das schwierig. Neben all der Freude, die ein Haustier macht, es kostet auch Geld ÔÇô mit Anschaffungs- und Futterkosten ist es bei Weitem nicht getan, das muss jedem bewusst sein. Hinzu kommt, dass auch eine Betreuung bei Urlaub oder Krankheit gew├Ąhrleistet sein muss.

All diese Fragen sind notwendig, um das perfekte Tier f├╝r Dich zu finden und zu verhindern, dass es wieder abgegeben wird, weil es dann pl├Âtzlich doch nicht passt. Es ist elementar, dass das zuk├╝nftige Zuhause so genau gepr├╝ft wird. Die Tierschutzmitarbeiter wollen, dass ihre Sch├╝tzlinge ein tiergerechtes Leben f├╝hren und nat├╝rlich soll es ein liebevolles Zuhause f├╝r immer werden.

Es gibt auch einige Tiere, die Schlimmes erlebt haben, bevor sie ins Tierheim kamen oder traumatisiert sind vom Verlust ihrer gewohnten Umgebung und ihrer menschlichen oder tierischen Familie. Da schauen die Mitarbeiter nat├╝rlich genau hin.

Vor diesem Hintergrund verstehst Du vielleicht, warum Dir die Mitarbeiter teils sehr pers├Ânliche Fragen stellen m├╝ssen und warum zu einem sp├Ąteren Zeitpunkt auch eventuell ein Besuch bei Dir zu Hause n├Âtig ist.

Bedenke auch, dass Du durch die Besch├Ąftigung mit diesen wichtigen Fragen auch die Gelegenheit bekommst, nochmal alles zu ├╝berdenken und zu besprechen. So kannst Du Dir sicher sein, an alles gedacht zu haben, damit es Deinem neuen Liebling auch wirklich gut geht.

Quelle: https://www.tierheime-helfen.de/tiervermittlung