Lernt unser Team kennen: Marita

Heute möchten wir euch Marita vorstellen.

Marita Müller ist seit über 20 Jahren im Tierschutz aktiv und erste Vorsitzende unseres Tierschutzvereins Hundehilfe Hinterland. Was im Jahr 2000 mit einem ungarischen Hund aus dem Tierheim Gießen begann, wurde zu einer Verbindung, die bis heute anhält.

Tiere haben sie schon immer begleitet und begeistert. Heute setzt sie sich mit viel Herzblut dafür ein, Hunden aus Ungarn eine zweite Chance zu geben und ihnen ein liebevolles Zuhause zu ermöglichen.

Im Interview erzählt Marita, wie sie zum Tierschutz kam, was sie nach all den Jahren noch immer antreibt und welche Wünsche sie für die Zukunft unseres Vereins hat.

Wer bist du und wie lange bist du schon dabei?

Ich bin Marita Müller, ich bin 65 Jahre alt, betreibe seit über 20 Jahren Tierschutz und bin erste Vorsitzende vom Tierschutzverein Hundehilfe Hinterland.

Wie bist du damals zum Tierschutz gekommen? (Unfall, Schicksal oder schlechte Entscheidung)?

Ich bin im Jahr 2000 durch einen ungarischen Hund aus dem Tierheim Gießen zum Tierschutz gekommen. Da habe ich den Kontakt zu Ungarn aufgenommen und bin in diesem Land mit dem Tierschutz hängen geblieben. Bis heute.

Was war dein erstes Tier — und war es ein Traum oder Chaos?

Mein allererstes Tier war eine Schildkröte. Ich habe Tiere eigentlich immer geliebt, schon als kleines Kind. Ich habe nie mit Puppen gespielt, ich habe immer mit Stofftieren gespielt, ich habe Stofftiere geliebt. Und ich durfte mir dann ein erstes Haustier aussuchen, was nicht viel Arbeit macht, denn wir haben damals zur Miete gewohnt. Und habe mich dann für eine griechische Landschildkröte entschieden. Damals durfte man die noch so kaufen. Da war ich 8 oder 9 Jahre alt.

Leider Gottes hatte ich diese griechische Landschildkröte nicht so sehr lange. Damals war man noch nicht so aufgeklärt. Den dritten Winter hat sie leider Gottes nicht überlebt, da war im Frühjahr nur noch der Panzer da. Da habe ich schwer geweint.

Was motiviert dich nach all den Jahren noch?

Nach all den Jahren motiviert es mich immer noch, dass, wenn wir einen Hund im Prinzip gerettet haben, eben immer weitere da unten sitzen und wir immer wieder helfen können, helfen können, helfen können. Und wenn wir die Tiere hier so wunderbar vermitteln, das gibt so viel Freude und Motivation, einfach weiterzumachen.

Dein Wunsch für die Zukunft des Vereins?

Mein Wunsch für die Zukunft des Vereins, dass es so bleibt, wie es ist. Wir haben einen Topvorstand, wir arbeiten sehr gut zusammen und das muss genauso bleiben. Ein paar Pflegestellen mehr wären wunderschön. Aber ansonsten bin ich eigentlich rundum zufrieden.


Über 20 Jahre Tierschutz, unzählige gerettete Hunde und eine Verbindung zu Ungarn, die bis heute anhält: Marita zeigt, dass aus einer einzigen Begegnung eine Lebensaufgabe entstehen kann. Was sie antreibt, ist dabei ganz einfach und zugleich unglaublich wichtig: Wenn ein Hund gerettet werden konnte, wartet bereits der nächste, der Hilfe braucht. Und wenn aus einem Hund in Not wieder ein glücklicher Begleiter wird und er hier sein Zuhause findet, ist genau das die Freude, die neue Kraft gibt, weiterzumachen.

Liebe Marita, danke für mehr als zwei Jahrzehnte Einsatz, für dein großes Herz für die Tiere und für deinen unermüdlichen Einsatz für die Hundehilfe Hinterland. Danke auch für deinen Einsatz für unseren Verein und für das Vertrauen, das du den Menschen und ihren Hunden entgegenbringst.

Wir wünschen uns, dass genau das erhalten bleibt, was dir heute so wichtig ist: ein starker Zusammenhalt, ein tolles Team und viele Menschen, die bereit sind, einem Hund aus dem Tierschutz eine Chance zu geben.

Und vielleicht kommen ja auch noch ein paar Pflegestellen dazu – denn eines ist (leider) sicher: In Ungarn warten noch viele Hunde auf ihre Chance.